Larissa
Larissas Krankheitsgeschichte
Zuerst stellten wir an ihr eigentlich nur fest, dass ihr Bauch immer dicker wurde. So richtig aufgebläht. Sie sah fast aus, wie eine hochschwangere Frau. Dazu kam der ständige breiige Stuhlgang. Aber wir dachten uns nichts dabei. Denn sie war ja noch klein. Wir glaubten immer daran, dass sich ihr "Säuglingsstuhl" einfach nur noch nicht ausgewachsen hat.
Als sie ein Säugling war, hatte sie immer eine gute Gesichtsfarbe. Das änderte sich im Laufe der Monate. Sie wurde immer blasser. Dazu änderte sich ihr Wesen. Sie wurde immer zickiger, weinerlicher und zuletzt auch richtig antriebslos bis apathisch.
Die Durchfälle nahmen zu und wir mussten sie nach fast jeder Mahlzeit wickeln. Das führte natürlich dazu, dass sie an Gewicht verlor. Das war nicht weiter tragisch. Denn bei den ersten "U"s lag sie in der Gewichtskurve immer relativ weit in Richtung "schwer". Bei der U6 allerdings kratzte sie schon fast an der Kurve zu "leicht".
Zumal sich ihr Gemütszustand immer weiter verschlechterte, veranlassten wir einen Allergietest, bei dem insbesondere Zöliakie getestet werden sollte. Die Blutergebnisse waren dann auch recht eindeutig.
Daraufhin stellten wir sofort auf glutenfreie Ernährung um. Und siehe da - es geht ihr jetzt erheblich besser!
Dann stellte sich leider heraus, dass die sofortige Umstellung ein Fehler war. Denn nur die Biopsie sichert das Blutergebnis zu 100% ab. Die Biopsie kann aber nur unter glutenhaltiger Ernährung durchgeführt werden. Deshalb bekam sie kurzzzeitig wieder "schädliche" Lebensmittel, damit wir die Biopsie in Angriff nehmen konnten.
Das Problem war nur, dass sie diese nicht mehr mochte...
Die Biopsie haben wir bzw. Larissa gut überstanden und wir haben nun auch die Gewissheit, dass es wirklich Zöliakie ist.
Inzwischen haben wir uns weitestgehend an den glutenfreien Alltag gewöhnt und unsere Maus macht das wirklich sehr gut.
Es gibt für Larissa natürlich trotz Zöliakie noch so manche Möglichkeiten auch mal "Leckereien" zu sich zu nehmen, wenn man auch stets vorsichtig sein muss.
Sie ist nun mit Freude im Kindergarten und wir scheinen das Glück zu haben, dass man auch dort mit dem Thema sehr sensibel umgeht.
Ihre Symptome sind aufgrund der glutenfreien Ernährung im Grunde völlig verschwunden und ihr kleiner Körper hat sich soweit gut regeneriert.